Große Basisqualifikation in acht Wochenendmodulen
Junge Menschen trauern anders.
Verlust- und Trauersituationen werden von jungen Menschen auf sehr unterschiedliche Weise erlebt, ausgedrückt und verarbeitet. Ihre Trauer zeigt sich – abhängig von Alter, Entwicklungsstand und Lebenssituation – auf vielfältige Weise: manchmal klar erkennbar, manchmal schwer zugänglich, manchmal plötzlich auftauchend und manchmal leise im Alltag mitlaufend.
Der Wunsch, ohne viele Worte verstanden und angenommen zu werden, steht dabei häufig im Gegensatz zu der Vorstellung Erwachsener, Trauer müsse klar erkennbar oder eindeutig benennbar sein.
Genau hier setzt eine systemische Haltung an: Sie versteht Trauer nicht als festes Muster, sondern als individuellen Ausdruck im Kontext von Beziehungen, Erfahrungen und Lebenswelten. Trauerbegleitung bedeutet in diesem Verständnis präsent zu sein, in Resonanz zu gehen, auszuhalten und junge Menschen authentisch und achtsam in ihrem eigenen Prozess zu unterstützen und zu begleiten.
Die Weiterbildung verbindet systemische, ressourcen- und lösungsorientierte Ansätze mit Erkenntnissen aus aktueller Trauerforschung, Entwicklungspsychologie, praktischer Begleitung sowie dem Verständnis von Resilienz in Trauer- und Veränderungsprozessen.
Themen der Weiterbildung
- Trauerforschung und Trauertheorie
- Systemische Haltung und systemisches Arbeiten
- Entwicklungspsychologie und Ausdrucksformen von Trauer
- Gesprächsführung , traumasensible Begleitung und Beziehungsgestaltung
- Resilienzfördernde, ressourcenorientierte und kreative Methoden
- Familiendynamiken, Arbeit mit Bezugssystemen
- Interkulturelle Perspektiven
- Besondere Trauersituationen (u.a. Suizid, Geschwistertrauer, Sternenkinder)
- Nachsterbewünsche und suizidale Krisen
- Beratung, Begleitung und Therapie – Rollen und Grenzen
- Selbstreflexion, Selbstfürsorge und professionelle Haltung
- Fallarbeit, kollegiale Beratung und Praxistransfer
Die Weiterbildung umfasst acht Wochenendmodule. Theorie, Selbsterfahrung, praktische Übungen und Reflexion bilden die Grundlage eines lebendigen Lernprozesses. Gastreferent:innen ergänzen die Weiterbildung mit ihrer Expertise.
Die Inhalte basieren auf langjähriger Erfahrung in der Trauerbegleitung und verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnaher Anwendung.
Ziel der Weiterbildung
Die Weiterbildung stärkt die persönliche Handlungssicherheit in der Begleitung junger Menschen in Einzel- und Gruppenkontexten und fördert die eigene Professionalisierung.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer:innen ein Zertifikat über die Weiterbildung Systemische Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Zielgruppe
Fachkräfte und Interessierte aus pädagogischen, psychosozialen, therapeutischen, beratenden und seelsorgerischen Arbeitsfeldern sowie ehrenamtlich Engagierte.